Indonesien: Vulkan Sinabung kommt nicht zur Ruhe
Heftige Eruption: Auf Sumatra ist erneut der Sinabung ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, doch die Behörden rufen Anwohnende und Touristen auf, Abstand zu halten - denn der Vulkan ist weiterhin aktiv.

Rosa Himmel mit Rauch
Wieder aktiv: Am 31. August um 10.17 Uhr spuckte der Feuerberg eine rund 3500 Meter hohe Aschewolke in den Himmel. Der Ausbruch dauerte mindestens eine Stunde, wie die indonesische Vulkanologiebehörde PVMBG mitteilte. Die dunkle Aschewolke breitet sich nach Osten und Südosten aus. Berichte über Verletzte oder Tote gibt es bisher nicht, auch der Flugverkehr wurde nicht eingeschränkt.
Grauschleier über Sumatra
Straßen, Fahrzeuge und Gebäude im Bezirk Karo auf der beliebten Urlaubsinsel Sumatra waren mit grauer Asche bedeckt. Die Behörden riefen Anwohnende und Touristen dazu auf, das Gebiet um den Vulkan zu meiden, und verteilten Schutzmasken. Für den Gipfel gilt eine drei Kilometer weite Sperrzone.
Leben unter Aschewolken
Seit Wochen zeigte der 2460 Meter hohe Feuerberg deutlich erhöhte Aktivität. Die Warnstufe war deshalb von Level I (normal) auf Level II (Beobachtung) des vierstufigen Systems angehoben worden. Der Ausbruch gelte als erste Eruption, der möglicherweise ein stärkerer Ausbruch folgen könnte, erklärte Lana Saria, Leiterin der indonesischen Geologiebehörde.
Schon wieder Sinabung!
Es mag sich merkwürdig anhören, aber für viele Menschen in der Region ist der Vulkanausbruch nichts Ungewöhnliches mehr: Nach Jahrhunderten weitgehender Ruhe war der Sinabung 2010 wieder aktiv geworden. Auch in den folgenden Jahren mussten Anwohner wegen Ausbrüchen und Aschewolken wiederholt ihre Häuser verlassen.
Schulbusse fahren weiter
Rund 30.000 Menschen waren von den Evakuierungen in den letzten Jahren betroffen. Der aktuelle Ausbruch führte bisher noch nicht zu Evakuierungen. Vor Ort geht der Alltag weiter. Dazu gehören auch die Schulbusse, die Kinder trotz rauchenden Vulkans zur Schule fahren.
Unberechenbarer Feuerberg
Bei einem schweren Ausbruch im Jahr 2014 kamen mindestens 16 Menschen ums Leben. Zuletzt war der Sinabung vor fünf Jahren ausgebrochen (Archivbild von 2021). Der Sinabung gehört zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. In dem Inselstaat gibt es etwa 130 aktive Vulkane. Das sind mehr als in jedem anderen Land der Welt.
Latente Gefahr
Der Sinabung befindet sich in der Karo-Hochebene Sumatras, etwa 50 Kilometer südwestlich der Großstadt Medan, und gehört zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Der Inselstaat liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer Zone besonders intensiver vulkanischer und seismischer Aktivität.