Papst Leo XIV. in Frankreich: Appell für Frieden und Einheit
Zum Abschluss seiner Frankreich-Reise ruft Papst Leo XIV. in Metz zu Frieden, Dialog und religiöser Verständigung auf. Europas Zukunft, so seine Botschaft, brauche weniger Spaltung und eine neue Kultur der Begegnung.

Metz wird zur Friedensbühne
Der Abschluss seiner viertägigen Frankreich-Reise führt Papst Leo XIV. nach Metz. Die Stadt nahe Deutschland und Luxemburg wird zur Bühne für seine zentrale Botschaft: Europa müsse wieder stärker auf Dialog und Verständigung setzen. Vertreter jüdischer, muslimischer, protestantischer und orthodoxer Gemeinden hören zu, als Leo für Frieden über religiöse Grenzen hinweg wirbt.
Religion darf nicht spalten
Am Sonntag hatte Papst Leo XIV. an der Lichterprozession in Lourdes teilgenommen. Vor Vertretern verschiedener Religionen findet er deutliche Worte gegen Gewalt im Namen des Glaubens. Wer Gott benutze, um Gewalt zu rechtfertigen, entweihe seinen Namen, mahnt der Papst. Religion müsse zur Abrüstung der Herzen und Worte beitragen. Glaubensgemeinschaften sollten Brücken bauen statt Grenzen zu ziehen.
Ein Papst bewegt Frankreich
Unter freiem Himmel hatten sich tausende Gläubige auf der Wiese vor dem Heiligtum Unserer Lieben Frau von Lourdes versammelt. Mit Gebeten, Gesängen und großer Erwartung fieberten sie der von Papst Leo XIV. zelebrierten Messe entgegen. Die bewegenden Szenen im bedeutenden Wallfahrtsort prägten den dritten Tag seines Frankreich-Besuchs und zeugten von tiefer Verbundenheit und Hoffnung.
Hunderttausende Gläubige in Paris
Die Reise Leos XIV. hat enorme Menschenmengen mobilisiert. Bereits zu seiner Messe auf der Pariser Place de la Concorde kamen Hunderttausende zusammen. Auf dem Weg von Lourdes nach Metz erhielt sein Flugzeug eine Eskorte französischer Kampfjets. Der große öffentliche Zuspruch begleitete einen Besuch, bei dem der Papst immer wieder Europas Werte und Verantwortung betonte.
Kritik an kürzlich legalisierter Sterbehilfe
Im Wallfahrtsort Lourdes, zu dem jedes Jahr Tausende Kranke und Menschen mit Behinderung pilgern, sprach sich Papst Leo XIV. leidenschaftlich gegen medizinisch assistierten Suizid aus. Frankreich hatte kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das unheilbar kranken Erwachsenen unter bestimmten Voraussetzungen Sterbehilfe ermöglicht.
Hunderttausende Missbrauchsopfer
Der Missbrauchsskandal in Frankreich hat erschreckende Ausmaße. Eine unabhängige Untersuchung schätzte 2021, dass über sieben Jahrzehnte rund 330.000 Kinder von Priestern und anderen kirchlich verbundenen Personen sexuell missbraucht wurden. Zwar wurde ein Entschädigungssystem eingerichtet, doch Papst Leo XIV. mahnte, die Aufarbeitung konsequent und entschlossen fortzusetzen.
Kommunion vor Tausenden Pilgern
Ein Priester reicht einem Gläubigen die Kommunion, während Tausende Pilger der feierlichen Messe von Papst Leo XIV. in Lourdes folgen. Vor der eindrucksvollen Kulisse des weltberühmten Wallfahrtsortes wurde am dritten Tag seines Frankreich-Besuchs die spirituelle Kraft des Glaubens spürbar, die Menschen aus aller Welt zusammenführt.
Ein stiller Moment in Lourdes
Abseits der großen Menschenmengen suchte Papst Leo XIV. die Stille des Karmelitinnenklosters in Lourdes. Bei einem Treffen mit den kontemplativen Ordensschwestern würdigte er ihr verborgenes Wirken und die Kraft des Gebets. Begegnungen wie diese zeigen die persönliche Seite seines Frankreich-Besuchs und unterstreichen die Bedeutung des geistlichen Lebens.